Aktuelles


Jetzt erhältlich: »Vote for Victoria!«

»Das wilde Leben von Amerikas erster Präsidentschaftskandidatin Victoria Woodhull (1838-1927)«, geschrieben von Antje Schrupp.

Über Hillary Clintons Vorgängerin darf man eines zweifelsfrei sagen: Sie stammte nicht aus dem politischen Establishment. Vielmehr stammte sie aus der Gosse: Victoria Woodhulls Familie war ein vagabundierender Klan, der sich mit Quacksalberei über Wasser hielt und

seine Töchter anschaffen schickte. Die hübsche junge Frau mit dem scharfen Verstand schlug selbst daraus Kapital. Bald war sie eine der schillerndsten Figuren im New Yorker Rotlichtmilieu. Als ein Kunde ihr Kursmanipulationen verriet, kaufte sie Börsenaktien – und wurde über Nacht reich. Doch Victoria wollte mehr: Sie wurde die erste Brokerin der Wall Street. Sie war Sozialistin, Feministin, Verlegerin, schrieb über Politik, Sex und Freie Liebe. 1872 kandidierte VictoriaWoodhull als erste Frau für das Amt des amerikanischen Präsidenten – knapp fünfzig Jahre vor Einführung des Frauenwahlrechts! Sie war eben eine, die fand, Frauen sollten nicht lange fragen, was sie dürfen, sondern tun, was der Freiheit dient. Antje Schrupps mitreißende Biografie präsentiert eine der faszinierendsten Frauenfiguren, die die Geschichte uns bislang vorenthalten hat! Unbedingt lesen!

Pressestimmen:

»Vorzügliches Buch« – Uwe Schmitt (DIE WELT)

»Spannend geschrieben, faszinierend, informativ« – Pike Biermann (Deutschlandradio Kultur)

Zu Antje Schrupp:

Antje Schrupp ist Redakteurin des Evangelischen Frankfurt und des Internetforums Beziehungsweise Weiterdenken sowie Autorin und Referentin zu Fragen der Philosophie, Feminismus, Religionen und Weltanschauungen, Geschichte des Sozialismus.

 

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ISBN 978-3-89741-393-1

Paperback, ca. 144 Seiten

12,95 € (D), 13,40 € (A), 12,00 SFr



Digitale Schmöker für den Urlaub

Ob es nun regnet oder die Sonne scheint: Urlaubszeit ist Lesezeit – und deshalb sind nun gleich zwei Lieblingsbücher als eBooks erhältlich:

»Julia und Satine« von Daniela Schenk

Inselferien. Sonnenstrand. Hier entspannt Julia sich von ihrem Exgatten, soweit ihre beiden Töchter und die exzentrische Herzensfreundin Berthe das zulassen. Dort drüben versucht Satine zu vergessen, dass ihre Geliebte soeben einen Mann geheiratet hat. Ein herzerfrischendes, lebensprall lakonisches Buch über zwei Frauen, die das Glück haben, zu bekommen, was sie nie gewollt haben: die jeweils andere. Mehr
309 Seiten |ISBN 3-89741-983-4 | 14,95 €

»Vesna« von Carolin Schairer

Elisa steht vor dem Nichts. Ihr Lebenspartner, mit dem sie im italienischen Süden lebte, hat sich umgebracht – oder war gar die Mafia im Spiel? Hals über Kopf flieht Elisa aus ihrer Wahlheimat Italien zurück nach Wien. Dort, in der Stadt ihrer Kindheit, will sie mit ihrer fünfjährigen Tochter Lilly ein neues Leben beginnen. Doch schon im Flieger beginnt der Ärger … Mehr

 

250 Seiten | ISBN 978-3-89741-982-7 | 14,95 €

»Luftsprünge und Lebenswurzeln«

»Luftsprünge und Lebenswurzeln. Meine interkulturellen Wege« von Béatrice Hecht-El Minshawi.

Diese Autobiografie schöpft aus einem lebenslangen Engagement für kulturelle Vielfalt und interkulturelle Beziehungen, internationale Lebensräume und Welterfahrung. Doch blickt die Autorin auch zurück auf die eigenen Wurzeln: Nach durchstandener familiärer Not nahm sie als Vierzehnjährige ihr Leben in die Hand, wurde Krankenschwester, arbeitete in Vietnam, Kambodscha und Thailand.

 

Nach dem Studium führten Béatrice Hecht-El Minshawis Lebenswege sie nach Indien und Afghanistan, Arabien und Ägypten, später – als Trainerin, Fach- und Führungskraft internationaler Projekte – in die USA, nach Kanada und Australien. Auch privat blieb sie eine passionierte Reisende, besuchte Neuseeland, Südafrika und die Südsee und unternahm Streifzüge durch Europa … Über berufliche und private Erfahrungen hinaus reflektiert dieses Buch das Reisen an sich, bietet eine Art »Gebrauchsanweisung der Weltkulturen« und zahlreiche Anregungen zum Leben und Arbeiten in internationalen Zusammenhängen.

 

Die globalisierte Welt – Kaleidoskop oder nicht doch eher Einheitsbrei, Frau Dr. Hecht-El Minshawi?

Ich hatte mir die asiatische, arabische, afrikanische, amerikanische Kultur ebenso wie die ozeanische auf der anderen Seite der Welt immer als je Eigenes vorgestellt. Doch sobald ich unterwegs war, merkte ich, wie europäische Kolonialmächte, Missionare, Entwicklungsexperten, Kriegstreiber über Jahrhunderte hinweg ihr Netz über den Globus und über andere Kulturen gespannt haben. Europäische Werte und Normen, Denken und Verhalten waren schon immer global … Umgekehrt bin ich überhaupt erst durch die mein eigenes Leben begleitende zunehmende Internationalisierung der Welt darauf neugierig geworden, woher ich selbst stamme, wie ich lebe, was mir wichtig ist und was mir Heimat bedeutet und bietet. Um diesen Fragen nachzugehen, bin ich wiederum sehr viel gereist – und habe eine überaus faszinierende interkulturelle Unterschiedlichkeit erfahren.

Zu Béatrice Hecht-El Minshawi:

Die Expertin für internationale und interkulturelle Beziehungen hat seit mehr als vierzig Jahren als interkulturelle Trainerin die Anforderungen eines internationalen Miteinanders im Blick. Sie ist Autorin diverser Publikationen zu Ländern und Kulturräumen und über verschiedene Themen der Interkulturellen und Diversity-Kompetenz.

 

ISBN 978-3-89741-384-9

Paperback, ca. 320 Seiten

24,95 € (D), 25,70 € (A), 35,90 SFr



Wir stellen vor: »Gretchentragödien«

»Gretchentragödien. Kindsmörderinnen im 19. Jahrhundert« von Marita Metz-Becker

Eine Kultur- und Mentalitätsgeschichte des Kindsmordes im 19. Jahrhundert destillierte Marita Metz-Becker aus historischen hessischen Prozessakten. Ihre Analyse dieser Zeitdokumente vermittelt tiefe Einsichten in den Alltag und die Lebenswelten unterer Bevölkerungsschichten, insbesondere lediger Dienstmägde, die, ungewollt schwanger, offenbar keinen anderen Ausweg sahen, als das Neugeborene nach der Geburt zu töten und wegzuschaffen. Nicht selten starb die überführte Kindsmörderin – obgleich nicht zum Tode verurteilt – einsam in der Haft. Die Akten lassen deutlich werden, dass sie im Vorfeld der Tat nicht allein stand: Sie zeigen, wie das Umfeld – Partner, Nachbarn, Dienstherrschaft, Personal, Gesinde – die ungewollte Schwangerschaft miterlebte und deutete und wie Macht und Ohnmacht in den alltäglichen Interaktionen zur Verleugnung, Verdrängung und schließlich zur Tat selbst führten. Die Rolle der Medizin und der Justiz wird dabei ebenso erkennbar wie die der Kirche und der örtlichen Obrigkeiten.

 

Frau Prof. Metz-Becker, was hat Sie an Kindsmörderinnen so fasziniert?

Als ich im Staatsarchiv Marburg historische Prozess-akten zu Kindstötung sichtete, war ich nicht nur über die Anzahl erstaunt – immerhin rund hundert Fälle aus der Zeit von 1770 bis 1870 –, sondern auch über die Detailliertheit der Dokumente. Viele haben den erstaunlichen Umfang von über 300 Seiten, in denen die alltäglichen Lebenswelten der Täterinnen sich wie in einem Brennglas widerspiegeln: Ihre familiäre und soziale Situation, ihre psychische und physische Verfassung, ihre schulische Bildung, das Verhältnis zur Dienstherrschaft, zu den anderen Dienstboten, der Nachbarschaft und weiteren Personen im unmittelbaren Lebensumfeld, wie Lehrer, Pfarrer, Geschäftsleute, Händler, Handwerker, Hebammen und Ärzte, deren Aussagen protokolliert sind. Auch der Stand der Medizin geht aus den Quellen hervor: akribisch geführte Sektionsprotokolle des Kinderleichnams finden sich in fast jeder Akte, außerdem die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung der Täterin nach der stattgefundenen Geburt. Die Rechtslage wird demonstriert, fast immer sind die anwaltlichen Plädoyers enthalten, sind die Paragraphen erläutert, auf die sich das Gericht bezieht. Die Urteilsbegründung, Begnadigungsgesuche, Revisionen und höchstrichterliche Entscheidungen sind Aktenbestandteile, die eine ebenso beredte Sprache sprechen wie die Denunziation. Die Akten erlauben damit vielfältige und auch erschütternde Einblicke in den Alltag der damaligen Gesellschaft.

Zu Marita Metz-Becker:

Die Professorin der Philipps-Universität Marburg, forscht zu Orts- und Regionalgeschichte, Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts, betreibt außerdem Biografien-, Medikalkultur-, Frauen- und Geschlechterforschung. Sie ist Mitglied im ›Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung‹ der Philipps-Universität Marburg, wissenschaftliches Mitglied der Historischen Kommission Hessen, Trägerin des Otto-Ubbelohde-Preises, des »Marburger Stadtsiegels« und des Frauenförderpreises der Philipps-Universität Marburg. Bei HELMER publizierte sie bisher: »Luise Berthold. Erlebtes und Erkämpftes«.

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ISBN 978-3-89741-383-2

Paperback, 252 Seiten

19,95 € (D), 20,60 € (A), 28,50 SFr



Neu: »Alles was ich muss ist weg«

Reiseroman mit Burnout

Und dann ist Schluss. Suza funktioniert nicht mehr. Ihr Hirn kann nicht länger verarbeiten, was die Augen sehen und was die Ohren hören. Diagnose: Burnout! Doch Suza wäre nicht Suza, wenn sie nicht einen ganz eigenen Weg fände, sich selbst aus der Misere zu ziehen. Zwangstöpfern in einer Klinik ist keine Alternative, denn das Problem ist das Müssen. Suza will einfach eine Auszeit vom Müssen haben. Kurzerhand setzt sie sich ins Auto und begibt sich auf eine Reise, um »über den Berg« zu kommen: ins geheimnisvolle Süddeutschland. Versprechen Orte wie Heidelberg, Rothenburg oder zumindest Neuschwanstein nicht Heilung?! Unterwegs begegnet Suza nicht nur Massen von Japanern und Amerikanern, einem kranken Eichhörnchen und zwei Siebenschläfern, sondern auch ihrer inneren Stimme. Sie gibt ihr den Namen Walburg und philosophiert mit ihr über das Leben, die Liebe und die unbewiesenen Vorzüge des hohen Nordens.


Zu Maren Elbrechtz:

Die gebürtige Mülheimerin studierte Film- und Medienwissenschaften und arbeitet seit 2000 in der Filmbranche als Producer, Script Editor und im Development. Seit 2009 ist sie selbständig und lebt als Script Consultant, Hochschuldozentin und Autorin in Köln. Ihr Erstling »Motten tragen keinen Helm. Roman übers Verlassenwerden« erschien 2015 bei HELMER.


ISBN 978-3-89741-381-8

Paperback, ca. 256 Seiten

14,95 € (D), 15,40 € (A), 21,90 SFr

 

Auch als eBook erhältlich.

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Vorschau aufs Herbstprogramm 2016

Gerade sind unsere neuen Frühjahrsbücher aus der Druckerei angekommen und schon stellen wir die neue Vorschau auf das Herbstprogramm vor :o) Hier können Sie gleich reinblättern und in Ruhe durchschmökern. Ein kleiner Einblick vorweg:

Amerika wählt. »Vote for Victoria!« von ANTJE SCHRUPP erzählt das unglaubliche Leben der ersten amerikanischen Präsidentschaftskandidatin: Victoria Woodhull (1838–1927) kam – anders als heutzutage Hillary Clinton – nicht aus dem politischen Establishment, sondern aus der Gosse. Dennoch schaffte sie es, reich zu werden und großen politischen Einfluss zu erlangen …

 

Es ist Zeit, über Renten und Versorgung zu reden. Das machen die Herausgeber_innen Roland BLASCHKE, Ina PRAETORIUS und Antje SCHRUPP mit ihrem Buch »Das Bedingungslose Grundeinkommen«.

 

VENEDA MÜHLENBRINKs neuer Roman erzählt von zwei außergewöhnlichen Buchhändlerinnen: Sylvia Beach und Adrienne Monnier prägten die rege Literaturszene im Paris der 20er Jahre, von Monnier »Odéonia« genannt.


BARBARA MARTINA STREBEL legt Ihnen mit ihrem historischen Roman »Zu keiner anderen Zeit« die Geschichte zwischen den Weltkriegen zu Füßen. Die reiche Amerikanerin Helena Schmitz reist nach Wien, wo sie alsbald einen feschen Leutnant heiratet. Das war's aber auch schon mit dem romantischen Klischee, denn der Krieg stellt Helena vor eine Zerreißprobe – auch ihrer Gefühle.

 

»Frischer Wind am Wolfgangsee« von CAROLIN SCHAIRER erscheint pünktlich zum Oktoberfest, mit Vanessa, die – stilecht im Dirndl – für ihr Lebens- und Liebesglück durchaus auch gegen konservative Traditionen kämpft.

Außerdem erwarten Sie im Herbst gleich zwei neue CRiMiNAs:

»Zeit der Diebe« von EIKE BORNEMANN erzählt die Geschichte einer streunenden Jugendbande, die in der untergegangenen Welt der Ex-DDR ihre Grenzen testet und sich zu professionellen Dieben entwickelt.

 

»Tödliche Verstrickungen« von CAROLIN SCHAIRER ist der Fortsetzungsroman von »Todesursache: Ungeklärt«: Pünktlich zum Schulanfang wird eine Bank überfallen ... und bald geschieht sogar ein Mord. Die Landärztin Gesine wird in den Fall involviert, obwohl sie mit einer brüchigen Beziehung und der mysteriösen Erkrankung eines kleinen Patienten schon genug um die Ohren hat. 


Knarrenfrauen – Ein Fall für die unwiderstehliche April Pallas

Kackenschotter!!

Mitglieder eines Schweizer Reichenklubs wurden bestohlen, nun soll April Pallas den Dieb finden. Kein Problem für die markige, Motorrad fahrende Detektivin, die sich bisher um Seitensprünge, Ausreißer und verlorene Hunde zu kümmern hatte: April kann Kung Fu, fühlt sich als eine Brucie Lee und legt ihre Gegenüber (bevorzugt Frauen) ganz ohne Waffe flach. – Doch dann gibt es Tote unter den beklauten Reichen. Geheimpapiere tauchen auf, eine maskierte Frau fällt vom Himmel und die liebenswert schrullige Ermittlerin hat es nicht nur mit einer Meisterdiebin der Extraklasse, sondern mit Frauenhandel und übelsten Verbrechen zu tun.


Zur Autorin:

Die Berner Autorin und Buchhändlerin wünschte sich als Kind eine Knarre, aber die Eltern waren Pazifisten. Mit ihrem Krimi gibt sie dem Traum von der Revolverheldin nun Leine: Eine der Hauptfiguren darf schießen – und erweist sich am Abzug als herzlich unbegabt. Die »Knarrenfrauen« sind Daniela Schenks sechstes Buch: Ihrem Romanerfolg »Julia und Satine« folgten u.a. »Diejenige welche« und der All-Age-Roman »Brennnesseljahre« (alle HELMER).


ISBN 978-3-89741-380-1

Paperback, ca. 336 Seiten

17,95 € (D), 18,50 € (A), 25,90 SFr

Erscheint: April 2016 WG: 1121

 

Auch als eBook erhältlich.

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Care & mehr

Unsere neuen Bücher zum Thema CARE

aus der Reihe »Konzepte/Materialien«

ISBN 978-3-89741-386-3

Paperback, 197 Seiten

19,95 €

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Wie könnte ein neues Wirtschaftssystem aussehen und (in den Worten des Zukunftsforschers Jeremy Rifkin) die ökonomische Weltbühne betreten?

Prinzipien für ein neues Wirtschaftssystem zu erfinden ist keine reine Frage der Theorie, denn sie zeichnen sich bereits ab in den praktischen Ansätzen anderen Wirtschaftens, bei sozialen Bewegungen, in technischen Entwicklungen und im Alltag von immer mehr Menschen. Wesentlich in all dem ist der Begriff ›Commons‹. Damit wird Eigentum, das auf Ausschluss beruht, durch Besitz ersetzt: Es zählt, wer etwas tatsächlich braucht und gebraucht. Eine »Ecommony« (im Wortspiel mit Economy) befreit unsere Lust und unser Bedürfnis, uns in dieser Welt vielfältig zu betätigen. Statt in strukturellem Hass zueinander agieren zu müssen, könnten wir unser Leben an gemeinschaftlicher Fürsorge (›Care‹) orientieren und als Miteinander gestalten.


 Zwei Jahre lang begleitete Sigrun Preissing zwei alternative Projekte, in denen Menschen gemeinsam wirtschaften, ohne miteinander äquivalent zu tauschen, also abzurechnen. Geben und Nehmen zu trennen, so zeigt ihre Ethnographie anschaulich, verändert die Vorstellung von Wert wie auch die Wahrnehmung von sich selbst und den Beziehungen zur verdinglichten Mitwelt.

ISBN 978-3-89741-385-6

Paperback, 427 Seiten

34,95 €

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BUNDESGERICHTSHOF SCHIESST AUF VERLAGE

und trifft die gesamte Buchkultur

Der Bundesgerichtshof hat am 21. April 2016 entschieden, dass die Verwertungsgesellschaft Wort keine Einnahmen aus Urheberrechten mehr pauschal an die Verlage auszahlen darf. Die Tantiemen stünden allein den Autoren zu. Damit sind Rückzahlungsansprüche an die Verlage zu befürchten.

 

Was als autor*innenfreundliche Entscheidung (miss)verstanden werden kann, wendet sich in Wahrheit auch gegen die Autor*innen. Denn durch die BGH-Entscheidung werden viele Verlage an die Grenzen der Rentabilität gebracht. Insolvente Verlage nutzen aber niemandem. Fallen die Verlage, fällt auch die Vermittlungsinstanz und Pufferzone zwischen der Autorschaft und Internetplayern mit historisch noch nie da gewesener Verwertungsbrutalität wie Google, Amazon und Co. Diese werden den dann vereinzelt agierenden Autor*innen künftig erst einmal richtig zeigen, wo es langgeht. Was da noch an Honoraren oder Unterstützung oder gar Autor*innenfreundlichkeit bleibt, steht in den Sternen ...

                        

Die VG Wort-Tantiemen machen bei Verlagen je nach Programm zweistellige Gewinnanteile aus. Das sind selbst bei kleineren Verlagen oft Summen im fünfstelligen Bereich. Von 2012 bis 2014 wurden zwar noch Tantiemen an die Verlage ausgeschüttet, allerdings nur unter Vorbehalt. Wenn diese Zahlungen nun zurückgeführt werden müssen - und dies ist zu befürchten -, gefährdet die Rückzahlung das laufende Geschäft. Kaum ein Verlag hat die Tantiemen der letzten Jahre auf einem Konto geparkt, sondern sie notwendigerweise in die Produktion fließen lassen, die anders im bisherigen Maße und angesichts der Härten des Buchmarktes gar nicht finanzierbar gewesen wäre.

 

Sollten die Verlage künftig keine Tantiemen mehr bekommen, sieht es schlimm aus - und zwar auch für Autor*innen. Denn Verlage investierten hohe Summen in deren Werke - unter anderem für Lektorate, Vertrieb oder Marketing. Sie bauen zudem neue Autor*innen auf und bündeln Aktivitäten, die diese für sich allein nicht auf die Beine bekämen, schon mangels Erfahrung.

 

Die BGH-Entscheidung ist fatal. Sie zerstört das bestehende und bewährte Gefüge, das besonders in Deutschland eine einzigartige Buchkultur hervorgebracht und überhaupt ermöglicht hat. Sie gefährdet auch das wesentliche Verhältnis zwischen Verlagen und Autor*innen als das eines vertrauensvollen Miteinanders. Ja, wir Verlage brauchen Autor*innen – Autor*innen brauchen aber auch uns Verlage. Ein paar Euro mehr von der VG Wort hilft der Autorschaft am Ende nicht, wenn die Verlage keine wirtschaftliche Kraft mehr haben, sich so um Manuskripte zu kümmern, wie ein professionelles Textniveau dies erfordert – und hier rede ich nur vom Bereich Lektorat. Wenn Bücher an Qualität verlieren, wenn das bisherige Marktgefüge torpediert wird und am Ende Autor*innen vereinzelt Verwertungsgiganten gegenüberstehen, verlieren alle Büchermenschen. Die Gewinner werden andere sein ...


Die Sterne vom Himmel holen

Carolin Schairers neuer Liebesroman

Paulina ringt mit sich und dem Leben. Sie ist Mitte zwanzig und noch immer in Ausbildung. Da verliert sie obendrein ihren Brotjob und im Häuschen ihrer Großmutter streikt die Heizung … In der Not nimmt die junge Frau einen Job als Escort Girl an. Sex verkaufen ist für sie tabu – aber warum nicht mit einer Kundin gegen Bezahlung nett ausgehen?

Facettenreich erzählt Carolin Schairer von der ungewöhlichen Begegnung zweier Frauen, die beide eine geheimnisvolle Vergangenheit besitzen.


Zur Autorin:

Die Diplom-Journalistin arbeitete u.a. in der Medienbeobachtung, Markt- und Meinungsforschung und in der PR eines Großunternehmens. Sie lebt in Wien. Seit 2008 erschienen kontinuierlich zehn Romane und Krimis im Helmer Verlag, darunter »Ellen«, »Die Spitzenkandidatin« und zuletzt »Vesna«. Im Herbst 2015 folgte der Kriminalroman »In jener Nacht«.


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ISBN 978-3-89741-385-6

Paperback, ca. 204 Seiten

13,95 € (D), 14,40 € (A), 20,50 SFr

Auch als eBook erhältlich.


Internationaler Weltfrauentag

WAS IST UNS EIN FRAUENTAG? Wir brauchen 366 - mindestens!!! Na denn mal weiter ... damit's vorangeht!
Herzlichste Grüße zum 8. März, ULRIKE HELMER


Lesen – immer und überall!

Unsere neuen eBooks

 

Wie bereits angekündigt, wird unser eBook-Programm dieses Jahr stark ausgebaut.

 

Bereits kurz vor Weihnachten konnten wir Viele mit der digitalen Version von Carolin Schairers Erfolgsroman »Ellen« beglücken.


Jetzt folgen die belletristischen Titel aus dem Herbstprogramm 2015: Der All-Age Roman »Anders geht immer« von Mirjam Müntefering, der CRiMiNA Roman »In jener Nacht« von Carolin Schairer und Julia Dankers »Herztour« können ab sofort als elektronisches Buch auf jeden Roadtrip mitgenommen werden!

Auch Daniela Schenks wunderbarer Liebesroman »Diejenige welche« ist nun als eBook erhältlich.


Bestellen können Sie unser eBooks über Ihre Lieblingsbuchhandlung und/oder über eine von unseren Lieblingsbuchhandlungen. Hier ist eine kleine Auswahl:

 

 

Sie kaufen elektronische Bücher woanders? Geht auch. Egal wo Sie eBooks bestellen: Unsere Titel sind in über 100 Internet-eBookshops vertreten. Suchen Sie einfach mal in Ihrem …


Die erste Professorin

Luise Berthold (1891–1983)
Zum 125. Geburtstag

der ersten Professorin der Uni Marburg

 

 

 

Die mit vielen Preisen ausgezeichnete Sprachwissenschaftlerin Luise Berthold war die erste – und über 22 Jahre hinweg auch einzige! – Professorin der Philipps-Universität Marburg. In ihrer frisch neuaufgelegten Autobiografie »Erlebtes und Erkämpftes« beschreibt sie ihren Weg als Pionierin der Alma Mater.

Nachdem 1908 das Frauenstudium eingeführt wurde, gehörte die am 27.01.1891 geborene Luise Berthold zu den ersten Studentinnen Deutschlands, zählte zu den ersten Frauen, die an deutschen Hochschulen promoviert wurden, und avancierte nach Einführung des Habilitationsrechts für Frauen zur Professorin. Ihre von der Marburger Professorin Marita Metz-Becker herausgegebene Autobiografie bietet ein wichtiges und sprechendes Zeitzeugnis.