Aktuelles


Digitales Lesefutter für gemütliche Couch-Tage

Die Tage werden kürzer und – brrr! – kälter. Aber die dunkle Jahreszeit hat auch etwas Gutes, denn was gibt es Gemütlicheres, als sich mit einem guten Buch aufs Sofa zu kuscheln; am liebsten mit – mein Tipp – einem heißen Apfelsaft mit Zimtsirup! Für spannenden Lesestoff sorgen unsere beiden neuen eBooks, die ab sofort erhältlich sind!

Wir werden niemals darüber reden

Carolin Schairer

 

Ein alter Bauernhof im Bayerischen Wald birgt düstere Geheimnisse. Als die Bäuerin stirbt, kommen sie ans Licht.

Isabella und Jan, die Enkel der Bäuerin, leben längst in der Stadt. Mit dem Sommer, den sie als Jugendliche auf dem Hof verbracht haben, verbinden sie dunkelste Erinnerungen. Als sie zur Beerdigung der Großmutter zurückkehren, beginnt für sie eine harte Reise in die Vergangenheit.

LESEPROBE

 

eBook | 314 Seiten | ISBN 978-3-89741-966-7 | 14,99 €

Chinatown

Tereza Vanek

 

Ende der Zwanziger Jahre begegnen sich in Hamburgs Chinesenviertel fremde Welten: Zwei schrille junge Frauen schlendern Arm in Arm durch St. Pauli. Die eine trägt kurzes, kupferrotes Haar und einen kurzen Rock, die andere gar Männerkleider. Staunend schaut ihnen die Prostituierte Mai Ling nach – diese Frauen benehmen sich wie ein Liebespaar! Besonders die aufgeweckte Rothaarige hat es Mai Ling angetan.

LESEPROBE

 

eBook | 330 Seiten | ISBN 978-3-89741-967-4 | 14,99 €

Unsere elektronischen Bücher können Sie über Ihre Lieblingsbuchhandlung oder im Internet bestellen.

Weitere eBooks


30 Jahre Ulrike Helmer Verlag

Wie alles begann und ...

Interview von Yvonne de Andrés (AVIVA-Berlin) mit Ulrike Helmer:

 

»AVIVA-Berlin: Wie kam es 1987 zur Gründung des Ulrike Helmer Verlags? Warum war es so wichtig, einen Frauenverlag zu gründen?

 

Ulrike Helmer: Während meines Studiums habe ich im Frauenbuchladen Frankfurt gearbeitet, einer uninah gelegenen Fachbuchhandlung für feministische Bücher, in der neben Belletristik auch viel Literatur der Frauen- und Geschlechterforschung in den Regalen stand. In Zeiten, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann - solchen ohne Internet! -, war das Abgebot in diesem Laden eine Insel der Glückseligkeit. Zugleich wuchs mein Wissen um historische Autorinnen, deren Werke nicht einmal im Frauenbuchladen und in den seit 1975 entstandenen Frauenverlagen oder -programmen zugänglich waren. Deshalb ging es mir mit der Gründung eines Verlages auch darum, historische Vorläuferinnen sichtbar zu machen, frühere Ansätze zu zeigen, damit man davon lernen kann. Denn "Zukunft braucht Vergangenheit", so lautet der Titel des Buches der Historikerin Gerda Lerner, das ich vor vielen Jahren verlegt habe.
Lernen kann man dabei zuallererst mal, dass es schon immer Frauen gab, die sich eingemischt haben, aktiv waren, kreativ waren. Auch wenn die Geschichte lange so tat, als sei das Gegenteil der Fall.« Weiterlesen

 

Jubiläumsbuch: »Geschichten über 30«

Teils skurrile, teils nachdenkliche, teils muntere Kurzgeschichten, die auf je eigene Weise Bezug nehmen auf die titelgebende Dreißig, bündeln sich zu einem bunten Kaleidoskop.

Die Geschichten versetzen in unterschiedlichste Räume – in südliche Länder, in die Kindheit, die Zukunft, in fiktive Sphären. Sie erzählen vom Wiedersehen, schildern seltsame Begegnungen, wissen um alte oder neue Lieben. Sie erzählen von Himmel und Hölle, durchqueren Märchenwelten, erobern die Stufen eines Treppenhauses, hocken in dunklen Behausungen oder gar hinter Gittern. Alle aber wurden von unseren Autorinnen und Autoren ausdrücklich und liebevoll als Geschenke verfasst – an Sie als Lesepublikum und für uns, den Verlag, zum dreißigsten Jahr seines Bestehens.

Dreißig mal tausend Dank dafür!

Mehr Infos

*Verlosung* – Wählen Sie Ihr Lieblingscover!

30 Jahre Bücher – da kommen so einige Cover zusammen. Welches ist Ihr Favorit?

Unter allen Teilnehmer*innen, die uns ihr Lieblingscover nennen, verlosen wir noch bis zum 30.11. ein eBook-Jahresabo!

Hier geht es zur Abstimmung.

»HELMER Ü30!«

Links: Ulrike Helmer und Mitarbeiterin Sina Hauer auf der Frankfurter Buchmesse 2017!

Mitte: Die schöööönste Geburtstagstorte ever - und die leckerste (Schoko!)!

Rechts: Die (hier mal) Torten-Verlegerin, im Hintergrund assistiert Annette Hilbrich (li) am Stand.

Thirty Shades of a Helmer-Autorin

Die Autorin Daniela Schenk schreibt, wie sie zu unserem Verlag kam und wie sie die Zusammenarbeit er- (und glücklicherweise auch über-)lebte ... Auszug aus: »Geschichten über 30« von Sina Hauer (Hg.)


Das war die Frankfurter Buchmesse 2017

Es war unsere sechsundzwanzigste, doch die diesjährige Buchmesse bot gleich zwei Besonderheiten: Erstens war Frankreich Gastland. »Francfort en français« – was für eine Freude, dass unsere Pariser Autorin Olivia Rosenthal zum Ehrengast der diesjährigen Messe ernannt wurde!

Zweitens feierten wir unser Jubiläum »Dreißig Jahre Ulrike Helmer Verlag« mit besonders vielen Lesungen und Events auf der Messe wie auch abends in der Stadt. Buchmesse, das hieß fünf Tage prallvoll mit Kontakten, Treffen, inspirierenden Eindrücken, mit vielen Autor*Innen,  Presse- und Büchermenschen, Kolleginnen und Kollegen. Das weckt Projektideen für die Zukunft ...

Unser Stand auf der Frankfurter Buchmesse 2017
Unser Stand auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Veranstaltungen

Am Messe-Mittwoch las Olivia Rosenthal vor gebannt lauschendem Publikum aus »Wir sind nicht da, um zu verschwinden« in der Evangelischen Akademie Frankfurt (Open Books). Begleitet wurde die Veranstaltung von Birgit Leib (Übersetzerin) und Ulrike Helmer. Am Donnerstag fand eine zweite Lesung auf der vollbesetzten Leseinsel der unabhängigen Verlage statt.

Danke, liebe Olivia!

Am Samstag ging es dann zur Lesenacht ins lesbisch-schwule Kulturhaus in Frankfurt.

Carolin Schairer las aus ihrem neuen Liebesroman »Küsse mit Zukunft« und sorgte für gespannte Aufmerksamkeit und einiges Schmunzeln im Publikum. Mit ihm freute sich auch unsere Autorin Veneda Mühlenbrink (»Odéonia, Paris«) als Überraschungsgast über den gelungenen Abend!


HELMER Ü30!

Lesung mit Feier: Auf der Lesinsel der unabhängigen Verlage präsentierte Carolin Schairer am Sonntag Nachmittag »Küsse mit Zukunft«. Ulrike Helmer stellte Neuerscheinungen und das Verlagsprogramm vor und Sina Hauer las aus dem Jubiläumsbuch »Geschichten über 30«. Im Anschluss gab es passend zu »30 Jahre Ulrike Helmer Verlag« und Gastland Frankreich eine Feier mit französischem Rotwein und leckerer Büchertorte! (Wenn auch nicht für alle 286.425 Besucher*innen, die sich dieses Jahr nach offizieller Statistik in den Messehallen tummelten ...)

Autorinnen und Herausgeberinnen am Stand

Ulrike Helmer freute sich mit Olivia Rosenthal und deren Übersetzerin Birgit Leib (links), Sina Hauer mit den Autorinnen Veneda Mühlenbrink und Carolin Schairer (Mitte) sowie Rebecca Beerheide und Isabel Rohner (rechts), die Herausgeberinnen des Buches »100 Jahre Frauenwahlrecht«.

Preisverleihungen

Nina Georges ist Bücherfrau 2017!
Nina Georges ist Bücherfrau 2017!

Nina George ist Bücherfrau des Jahres 2017.

Wir gratulieren herzlichst!

Ihre inspirierende Dankesrede gibt es hier zum Nachlesen. Die wunderbare Laudation hielt Regula Venske, Präsidentin des PEN und dereinst Begleiterin der Fanny-Lewald-Edition im Ulrike Helmer Verlag.

 

Matthes und Seitz erhielt in diesem Jahr den Preis der Hotlist (für Brigitta Falkners „Strategien der Wirtsfindung“). Assoziation A darf sich über den von Buchhändlerinnen und Buchhändlern vergebenen Melusine-Huss-Preis für „Über die Grenzen“ von Lutz Taufer freuen. Herzlichen Glückwunsch!

Uwe Kalkowski (Kaffeehaussitzer) freut sich über den Buchblog-Preis
Uwe Kalkowski (Kaffeehaussitzer) freut sich über den Buchblog-Preis

Zum ersten Mal wurde der Buchblog-Award vergeben: Uwe Kalkowskis Blog kaffeehaussitzer.de wurde für den Hauptpreis ausgewählt, Florian Valerius‘ Instagram-Account @literarischernerd erhielt den Sonderpreis. Auch hier gratulieren wir herzlich!

 

 

Weitere Impressionen


Der neue CRiMiNA: »Im Schatzfieber« von Eike Bornemann

Dort lag die Lösung des Rätsels, das sich ihnen stellte. War ihre Sehnsucht groß genug, sie zu finden …?

Caro sehnt sich nach Abenteuern, denn mit knapp vierzig ist ihr Leben gestrandet. Der Traum von neuen Ufern wird jäh wahr, als ihr Vater an ein rätselhaftes altes Buch gerät, das einem Hans Sass aus Moabit gehörte. Die Gebrüder Sass begingen 1929 einen legendären Bankraub und bis heute soll ihre Beute im Grunewald ruhen! Gemeinsam mit der Türsteherin Alex, die in einem Wohnwagen wohnt und keine Polizei mag, gerät Caro ins Schatzfieber.

 

Buchtrailer

 

HIER bestellen!

ISBN 978-3-89741-403-7

Paperback, 269 Seiten

15,00 € (D) | 15,20 € (A)

Eike Bornemann

1973 bei (Ost-)Berlin geboren, wuchs in Brandenburg, Mecklenburg und Thüringen auf. Er studierte Bibliothekswesen, befasste sich mit Filmwissenschaft und war in diversen Berufen tätig. Seine Hobbys sind Boxen und Ringen. Eike Bornemann schreibt und publiziert seit vielen Jahren, war Preisträger des 13. Literatur-Forums Hessen-Thüringen 1997 sowie in den Jahren 1997 und 1998 im Finale des Open-Mike (LiteraturWERKstatt Berlin). 1998 erhielt er darüber hinaus den 1. Preis des »New Voices« Jugendliteraturwettbewerbes der Neuen Gesellschaft für Literatur. Mit »Zeit der Diebe« (Helmer 2016) erfolgte seine erste Romanveröffentlichung.

Zum Weiterlesen

Eike Bornemann bloggt über die Entstehungsgeschichte seines Buches:

 

Es gibt kein vergleichbares Gefühl wie das einer sterbenden Liebe. Jede Erinnerung an ein gemeinsames Erlebnis wird zur Qual – Geburtstage, Weihnachten, Urlaube, der Besuch eines Konzertes … Man stellt die vergangenen Jahre in Frage. Und sich selbst. Die Zeit nach einem Beziehungs-Aus ähnelt der Heilung nach einer schweren Krankheit: man kommt langsam wieder zu Kräften, versucht sich währenddessen abzulenken.

Ich tat es, indem ich mich mit der Vergangenheit beschäftigte. Einer Vergangenheit, die mir weniger problembehaftet schien als die Gegenwart. Für mich waren dies die 20er Jahre, die Roaring Twenties, die Brüllenden, Tobenden, die Verrückten Jahre, wie man in Frankreich sagt. Ihr Tosen, ihre Verrücktheit, ihre Lebendigkeit sollte auf mich abfärben, mich anstecken, mich selbst lebendiger machen. Weiterlesen


Neu: »Küsse mit Zukunft« von Carolin Schairer

In der Lounge des Kopenhagener Flughafens fällt Marlene
ein attraktiver Mann auf. Sie will schon ein wenig mit ihm flirten, als sie merkt: Der Herr bemüht sich hartnäckig um eine Blondine. Und diese Fremde kommt direkt zur Sache – allerdings bei ihr! Das ist erst der Anfang einer überraschenden Begegnung, denn privat wie beruflich treffen die beiden Frauen bald wieder aufeinander…


Von Kopenhagen über Wien bis hinein in die reizvolle
Südsteiermark spannt sich das Szenario dieser bewegten,
Lebensfragen berührenden Liebesgeschichte.

 

LESEPROBE

 

HIER bestellen!

Paperback, 339 Seiten

ISBN 978-3-89741-404-4

20,00 €

Carolin Schairer

© Doris Klinda
© Doris Klinda

Die Diplom-Journalistin arbeitete u.a. in der Medienbeobachtung, Markt- und Meinungsforschung und in der PR eines Großunternehmens. Sie lebt in Wien. Seit dem Jahr 2008 erschienen kontinuierlich Romane und Krimis im Ulrike Helmer Verlag, darunter »Ellen«, »Die Spitzenkandidatin«, zuletzt »Barock im Sommer« sowie der Kriminalroman »Tödliche Verstrickungen« (Herbst 2016).

Carolin Schairer liest aus »Küsse mit Zukunft«

14. Oktober 2017

Frankfurt, ab 20.00 Uhr    Lesbisch-Schwules Kulturhaus Frankfurt, Klingerstr. 6

 

15. Oktober 2017

Frankfurt, 15.00 Uhr   Frankfurter Buchmesse, Leseinsel der unabhängigen Verlage (Halle 4.1 D 36)

 

9. Dezember 2017

Wien, 16.50    BuchQuartier-Messe, MuseumsQuartier / Arena21, Ovalhalle und Freiraum, Museumsplatz  1

 

18. Januar 2018

Wien, 19.30 Uhr    Buchhandlung Löwenherz,Berggasse 8


ARTE | Metropolis, 3. September, 16.30: Olivia Rosenthal mit »Wir sind nicht da, um zu verschwinden«

 

 

Fotos: (c) Hessischer Rundfunk, im Rahmen der Dreharbeiten zur ARTE-Sendung vom 3.9.2017    

Extra für die ARTE-Dreharbeiten war sie von Paris nach Frankfurt gekommen – wie würde Olivia Rosenthal die für ihre Familie schicksalhafte Stadt erleben?

Ihre jüdischen Vorfahren hatten einst in der City einen Lederwarenladen – bis zur Deportation 1938. Die Großmutter überlebte, weil sie 1935 nach Frankreich ausgewandert war. »Wir sind nicht da, um zu verschwinden« – der Titel von Olivia Rosenthals Buch liefert auch einen Kommentar zu diesem biografischen Hintergrund. Olivia Rosenthal sieht diesen Aspekt als einen unter vielen: In ihrem Buch thematisiert sie das Verschwinden, aufgehängt an einer Alzheimer-Geschichte, auf umfassende Art.

 

Der große Moment: Der Deckel hat ja ein Loch! – Passend zum Inhalt: »Manchmal kentert mein Gedächtnis. Es ist wie ein schwarzes Loch«, so heißt es im Buch.

Olivia Rosenthal beim Dreh im Frankfurter Osthafen zu treffen, war für mich als ihre deutsche, ihre Frankfurter Verlegerin eine überaus spannende und berührende Begegnung. Ich freute mich sehr, ihr ein druckfrisches Exemplar in die Hände legen zu können – immerhin ihre erste Übersetzung ins Deutsche! Umso erfreulicher für Verlag und Autorin, dass ARTE die Publikation gleich begeistert aufgegriffen hat und ihr nun einen eigenen Beitrag widmet. Herzlichen Dank an die Redaktion!

 

Sofort standen wir in einem regen Gespräch, begleitet von Regieanweisungen, Kamera und Mikro. Später ging es mit dem Team weiter durch die Stadt: zum Alzheimer-Grab auf den Hauptfriedhof, zum früheren Laden … Es war ein ereignisreicher Tag in Frankfurt, schrieb sie mir später aus Paris. Am 10. Oktober kommt sie eneut in die Stadt, in die sie eigentlich nie fahren wollte: als französischer Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, deren Gastland in diesem Jahr Frankreich ist, und auf der ihr erstes deutsches Buch präsentiert werden wird. Olivia Rosenthal wird es an zwei Lesungen, gemeinsam mit Übersetzerin Birgit Leib und mir, vorstellen. — A très bientôt, Olivia!

Olivia Rosenthal

© Cathérine Hélie, Editions Gallimard
© Cathérine Hélie, Editions Gallimard

ist 1965 in Paris geboren. Seit 1999 hat sie mehrere Romane bei Editions Verticales (Gallimard) veröffentlicht. Für »Wir sind nicht da, um zu verschwinden« (»On n'est pas là pour disparaître«) wurde sie 2007 mit dem »Prix Wepler« sowie dem »Prix Pierre Simon Éthique et Société« ausgezeichnet. Zudem wurde ihr dafür 2009 der deutsch-französische Candide-Preis verliehen. Olivia Rosenthal unterrichtet Literatur an der Universität Paris VIII, verfasst außerdem Theaterstücke und veranstaltet Performances mit Künstlern und Filmemachern.

HIER bestellen!

Hardcover mit Lochstanzung,

194 Seiten. 20,00 €. Ab sofort im Handel.
ISBN 978-3-89741-402-0

Übersetzt aus dem Französischen von Birgit Leib


Olivia Rosenthal ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017!

Die Autorin liest aus »Wir sind nicht da, um zu verschwinden«

Moderation: Ulrike Helmer. Übersetzung: Birgit Leib

11. Oktober 2017

Frankfurt, 20.00 Uhr     Evangelische Akademie Frankfurt, Panoramasaal, Römerberg 9

12. Oktober 2017

Frankfurt, 11.00 Uhr     Buchmesse Frankfurt, Lesebühne der Unabhängigen Verlage, Halle 4.1


Ein Buch übers Vergessen, Verschwinden, Verlöschen …

Ein Mann attackiert seine Frau mit dem Messer. Bei der Polizei kann er sich an nichts mehr erinnern. Bittere Wahrheit: Der Täter leidet an Alzheimer. – Was verbindet uns mit anderen Menschen und mit der Welt? Was bleibt, wenn Bewusstsein, Seele, Identität schwinden? Wie lebt es sich als Figur des Nichts - oder als deren Angehörige?

 

»Würden Sie gerne Herr oder Frau Alzheimer heißen? Würden Sie gerne diesen Namen tragen, so unterzeichnen, so antworten, wenn man Sie nach Ihrer Identität fragte: Ich heiße Alzheimer. Alzheimer ist mein Name.
 
Manchmal kentert mein Gedächtnis. Es ist wie ein schwarzes Loch, in dessen Innerem etwas sein muss, nach dem ich suchen sollte. Ich erinnere mich nicht, was, aber es gab da in dem Loch etwas und dieses Etwas fehlt mir. Wie merkwürdig, das Fehlen von etwas zu merken, das man nicht kennt. Wenn etwas fehlt, weiß man für gewöhnlich, was, deswegen fehlt er oder sie ja …«

Wie Olivia Rosenthal über Verlust und Vergessen schreibt, geht unter die Haut. Dabei entdeckt ihr mikroskopischer Blick im Prozess des Verschwindens mehr als nur ein individuelles Schicksal. Und in der Tat, ihre Konfrontation mit dem schwarzen Loch des Gedächtnisverlusts schenkt: Lebenskraft.

 

LESEPROBE

Olivia Rosenthal

© Cathérine Hélie, Editions Gallimard
© Cathérine Hélie, Editions Gallimard

ist 1965 in Paris geboren. Seit 1999 hat sie mehrere Romane bei Editions Verticales (Gallimard) veröffentlicht. Für »Wir sind nicht da, um zu verschwinden« (»On n'est pas là pour disparaître«) wurde sie 2007 mit dem in Frankreich vielbeachteten »Prix Wepler« sowie dem »Prix Pierre Simon Éthique et Société« ausgezeichnet. In Deutschland wurde ihr dafür zudem (zusammen mit Volker Braun) im Jahr 2009 der deutsch-französische Candide-Preis verliehen. Olivia Rosenthal, deren jüdisch-polnischer Familienhintergrund auch nach Frankfurt am Main verweist, unterrichtet Literatur an der Universität Paris VIII, sie verfasst außerdem Theaterstücke und veranstaltet Performances mit Bildenden Künstlern und Filmemachern.

HIER bestellen!

Hardcover mit Lochstanzung,

194 Seiten. 20,00 €. Ab sofort im Handel.
ISBN 978-3-89741-402-0

Übersetzt aus dem Französischen von Birgit Leib


Nicht verpassen: Olivia Rosenthal am 3.9. bei ARTE | Metropolis

Am 3. September um 16:30 Uhr wird Olivia Rosenthal mit ihrem Buch »Wir sind nicht da, um zu verschwinden« in der Arte-Sendung Metropolis vorgestellt.

Olivia Rosenthal ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017!

Die Autorin liest aus »Wir sind nicht da, um zu verschwinden«

Moderation: Ulrike Helmer. Übersetzung: Birgit Leib

11. Oktober 2017

Frankfurt, 20.00 Uhr     Evangelische Akademie Frankfurt, Panoramasaal, Römerberg 9

12. Oktober 2017

Frankfurt, 11.00 Uhr     Buchmesse Frankfurt, Lesebühne der Unabhängigen Verlage, Halle 4.1


100 Jahre Frauenwahlrecht. Ziel erreicht! ... und weiter?

Im November 1918 erhielten Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Was verbinden Frauen hundert Jahre später mit diesem Erfolg? Generationen hatten dafür gekämpft. Der Widerstand seitens der Gegner der Frauenbewegungen war immens, der Glaube an die Minderwertigkeit von Frauen hielt sich hartnäckig. Viele Aktivistinnen sahen die Erlangung der politischen Gleichberechtigung von Männern und Frauen als ihre Lebensaufgabe – viele wurden enttäuscht und erlebten die Einführung nicht mehr. Welche Bedeutung hat das Frauenwahlrecht für sie und wie gehen sie damit um in Zeiten erstarkender rechter Gruppierungen und Parteien, die erzkonservative Frauen- und Familienbilder propagieren und ihre antifeministische Haltung kaum verbergen? Die Literaturwissenschaftlerin Isabel Rohner und die Journalistin Rebecca Beerheide haben Frauen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien gefragt. Herausgekommen ist ein vielfältiges Buch voller persönlicher Einblicke.

Herausgeberinnen

© Christian Kruppa
© Christian Kruppa

Isabel Rohner, geb. 1979 in St. Gallen, studierte
Germanistik, Philosophie und Romanistik. Nach ihrer Promotion arbeitete sie an der FernUniversität Hagen. Seit 2013 Fachreferentin für Bildung bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Die Verfasserin der Hedwig Dohm-Biografie »Spuren ins Jetzt« (HELMER) gibt zusammen mit Nikola Müller
die Gesamtausgabe der Werke Dohms heraus.

© Victoria Schilde
© Victoria Schilde

Rebecca Beerheide, geb. 1982 in Freiburg, ist Ressortleiterin der Politischen Redaktion beim Deutschen Ärzteblatt. Sie studierte Diplom-Journalistik und Politikwissenschaften in Leipzig und Ljubljana. Seit 2008 schreibt sie über Gesundheitspolitik, zunächst für die Ärzte Zeitung, seit Juli 2015 für das Deutsche Ärzteblatt. Seit 2015 Vorsitzende des Journalistinnenbundes. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Beiträgerinnen

Sabine Lautenschläger, Rita Süssmuth, Nikola Müller, Manuela Schwesig, Rebecca Beerheide, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Stephanie Bschorr, Zana Ramadani, Gesine Schwan, Anke Gimbal und Ramona Pisal, Julia Trompeter, Isabel Rohner, Ulrike Guérot, Sigrid Nikutta, Tina Groll, Mithu M. Sanyal, Claudia Roth, Christa Stolle, Sharon Adler, Kerstin Wolff, Cornelia Möhring, Katharina Nocun und Ulrike Helmer

HIER bestellen!

Paperback, 200 Seiten
18,00 €  (D)
ISBN 978-3-89741-398-6


Frauenwahlrecht auch in der Schweiz!

DIE GÖTTLICHE ORDNUNG

Schweiz, 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren.
Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für
das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von
ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben
gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre
gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch
in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu
zerbrechen.