Christian Giardina: Freiheit, Gleichheit, Differenz

Eine Archäologie der ehelichen Geschlechtergesellschaft

 

Paperback | ca. 400 Seiten | ISBN 978-3-89741-439-6

Erscheint im September 2019
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Inhalt

In ihrer Identität als Frau oder Mann müssen sich Menschen als frei und gleich, aber auch als unterschiedliche Geschlechter denken. Christian Giardina begibt sich auf die Suche nach dem Wissen, in welchen Verhältnissen sich Männlichkeit und Weiblichkeit voneinander abgrenzen. Vom Ansatzpunkt der historisch einzigartigen Situation einer rechtlichen Symmetrie von Frauen und Männern als BürgerInnen, (Ehe-)PartnerInnen und Eltern her betrachtet, bietet sich die jahrtausendealte europäische Ehegeschichte an, um jene Geschlechterbilder zu rekonstruieren, auf denen die rechtliche Ungleichheit beruhte.

Erkennbar wird darin eine Ordnung der Differenz. Sie beschreibt unterschiedliche Prinzipien der Geschlechtsidentitäten und in welchem strukturellen Verhältnis sich Frauen und Männer wechselseitig über den jeweils anderen definier(t)en. Erstmals wird so die Geschichte der Eheordnung mit Fokus auf die Herstellung von Geschlechtsidentitäten in den Blick genommen. Diese historische Perspektive auf das Paar ermöglicht Antworten auf weiterhin offene Fragen der Geschlechterbeziehungen.

 

Der Forschungsansatz:

Die historische Eheordnung im europäischen Raum wird über den Verlauf vieler Jahrhunderte analysiert und als Einstieg genutzt für eine Untersuchung jener geschlechtsspezifischen Vorstellungen, auf denen die rechtliche Ungleichheit der Geschlechter basierte. So lassen sich Gegenwartsfragen angehen.