Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V. (Hg.): Antisemitismus – Antifeminismus

Ausgrenzungsstrategien im 19. und 20. Jahrhundert

 

Paperback | ca. 232 Seiten | ISBN 978-3-89741-438-9

Erscheint im Oktober 2019
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Inhalt

Als menschenverachtende gesellschaftliche Ausgrenzungsstrategien haben Antisemitismus und Antifeminismus jeweils für sich betrachtet eine lange und besonders im Fall des Ersteren düstere Geschichte. Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart lässt sich jedoch aufzeigen, dass beide politischen Strategien eng miteinander verwoben waren – und das nicht nur in ihrer populistischen Propaganda. Analysiert werden hier ihre Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Verschränkungen; Frauen werden als Akteurinnen thematisiert und die historischen Befunde mit der ›postfaktischen‹ Gegenwart konfrontiert: »Antisemitismus, Antifeminismus, Rechtspopulismus: Was tun?«

 

Aus dem Inhalt:

Anne-Laure Briatte: Wie radikal war die radikale Frauenbewegung im Umgang mit (antifeministischem) Antisemitismus?

Sarah Kleinmann: Frauenbewegung, Antisemitismus und Geschlecht in den »Mitteilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus«

Ruth Nattermann: Die Konstruktion des gefährlichen Anderen. Antifeministischer Antisemitismus in den Schriften der italienischen Aktivistin Elena da Persico (1869-1948)

Susanne Asche: Geselligkeit und »Teutsche Tischgesellschaft«. Antisemitismus und Antifeminismus der Romantik

Vojin Saša Vukadinovic: Die Herrscher der Schöpfung. Hasan al-Banna, Sayyid Qutb, Mohammed Qutb und das Erbe der Moslembruderschaft

Andreas Huber: Von mangelnder »persönlicher Eignung«? Habilitandinnen an der Universität Wien 1904–1938

Martin Klement: Streit um den Bubikopf. Streit um die Rolle der Frau. Antisemitismus und Antifeminismus in den deutschnationalen und völkischen Turnverbänden Mitteleuropas

Susanne Wein: Antisemitismus und Antifeminismus. Parlamentarierinnen jüdischer Herkunft in der Weimarer Republik

Herausgeber_innen

Für Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V. zeichnen als Historikerinnen, Germanistinnen und Politikwissenschaftlerinnen mitverantwortlich: Liselotte Homering, Sybille Oßwald-Bargende, Mascha Riepl-Schmidt und Ute Scherb.