Klappenbroschur | ca. 260 Seiten | ISBN 978-3-89741-512-6
Auch als E-Book und Hörbuch erhältlich
Erscheint: Oktober 2026
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»Der Wald war wie eine gemischte Tüte. Der Wald war wie ein Büdchen. Mit allerlei für jedermensch, mit Räumen zum Träumen, zum Ausruhen, mit unterirdischen Verbindungen, mit Austausch zwischen Geschöpfen, die so verschieden wirkten und sich doch näherstanden, als es auf den ersten Blick erschien.«
Kioskbetreiberin Yvonne Buhk (39) führt ein beschauliches Leben – bis der Tod ihres Bruders alles verändert. Plötzlich steht ihre 13-jährige, bislang fremde Nichte Olivia vor der Tür und soll bei ihr einziehen. Während Yvonne zwischen Bürokratie, alten Familienkonflikten und neuer Verantwortung ins Straucheln gerät, müssen sich Tante und Nichte erst vorsichtig annähern. Doch die Menschen rund um »Buhk’s Büdchen« rücken näher zusammen: die Kundin mit Riesenkarnickel »Mücke«, die ungeplant schwangere Jugendfreundin und ein Zugezogener, der in Yvonne ein Ahoi-Brause-Prickeln auslöst. Und wie früher im Wald beim Pilzesuchen zeigt sich: Unter der Oberfläche existiert ein unsichtbares Netz, das trägt.

Julia Hoch ist 1982 in Solingen geboren und lebt mit ihrer Familie in Bochum. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hagen und Prosaschreiben an der Textmanufaktur, in Kürze absolviert sie ihren Master in Neuere deutsche Literatur. Ihr Roman »Frau Putz« (HELMER 2024) wurde mit dem Preis des Literaturfests Meißen 2025 ausgezeichnet. Hoch arbeitet als freie Lektorin und Schreibcoach, ist Mitgründerin des Projekts »Prosa:ist:innen«, Herausgeberin und Mitglied mehrerer Literaturverbände. Sie hat ein Faible für das Wörtchen »nun«, für Neufundländer und Spinatgerichte.
Website: https://www.juliahoch.de/